Priester Pawel Florenski, Slawophilie und Altkatholizismus – Anmerkungen zum Thema
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Priester Pawel Florenski, Slawophilie und Altkatholizismus – Anmerkungen zum Thema
…in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts entstand in der katholischen Glaubenswelt eine Diskussion über das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit, das sich damals in Vorbereitung befand. In diesen Diskussionen ging im Kreis liberal gesinnter Katholiken die erste Saat des künftigen Altkatholizismus auf. In Russland schenkten dem Altkatholizismus gerade die Slawophilen als Erste Beachtung…
In den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts entstand in der katholischen Glaubenswelt eine Diskussion über das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit, das sich damals in Vorbereitung befand. In diesen Diskussionen ging im Kreis liberal gesinnter Katholiken die erste Saat des künftigen Altkatholizismus auf. In Russland schenkten dem Altkatholizismus gerade die Slawophilen als Erste Beachtung.Einer Äußerung A. A. Kirejews zufolge, einer der führenden Persönlichkeiten des späten Slawophilentums, verfolgte man den „edlen Protest des christlichen Gewissens gegen die Verkündigung der persönlichen Unfehlbarkeit des Papstes“ [1] mit Interesse und Anteilnahme, wobei man die Altkatholiken nicht nur moralisch, sondern auch materiell unterstützte. Die Interessen der russischen Slawophilie waren zu keinem Zeitpunkt nur auf Russland, die Slawen und die Orthodoxie beschränkt. Die interkonfessionelle Problematik war stets eines der wichtigsten Themen slawophilen Denkens. Das reformatorische Potenzial der Altkatholiken und die Kontakte zu den deutschen Altkatholiken, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, päpstliche Neuerungen in der katholischen Theologie auszumerzen [2], erhofften sich die Slawophilen – so paradox dies auch klingen mag – zur Führung eines „Befreiungskampfes in der Theologie“ [3] nützen zu können: Denn man wähnte die orthodoxe Theologie unter dem Joch einer lateinisch-deutschen Vorherrschaft. Doch das Wichtigste, was die Slawophilen am Altkatholizismus anzog, war, dass er sich gegen das monarchische Führungsprinzip in der Römisch-katholischen Kirche erhob. Bekanntermaßen befanden sich die Slawophilen ebenfalls in der Opposition, nämlich innerhalb der Synodalkirche in Russland, die, ihrer Meinung nach, statt uneingeschränkter päpstlicher Machtfülle der uneingeschränkten Macht des Zaren und seiner Beamten ausgesetzt war. Die Anführer der Slawophilen meinten, dass die Verhandlungen mit den Altkatholiken zum Anlass für die Einberufung eines panorthodoxen Konzils und für die Reformierung der Schultheologie werden könnten, was letzten Endes den Charakter der Beziehungen von Kirche und Staat, als auch die kanonische Struktur der Russischen Kirche selbst verändern müsste. Neben kirchlichen Fragen wollte man mit Hilfe des Altkatholizismus auch eine Reihe politischer Fragen lösen. Man vermutete, dass die Verbreitung des Altkatholizismus unter den katholischen Slawen deren Beziehung zum orthodoxen Russland ändern werde. Doch verhielt sich die kirchliche und staatliche Macht zu den Projekten der Slawophilen sehr skeptisch. Das Leben selbst zeigte, wie utopisch diese Ideen waren.
Die ganze Uneindeutigkeit und Widersprüchlichkeit der Begeisterung der russischen Intelligenz für den Altkatholizismus kann man aus den Schriften von Priester Pawel Florenski ersehen.
Vater Pawel beschäftigte sich nicht speziell mit dem Altkatholizismus, doch lassen sich in seinem literarischen Erbe bedingt drei Etappen seiner Beziehung zum Altkatholizismus unterscheiden.
Erste Etappe (1904 – 1908). Im Jahr 1904 trat Pawel Florenski in die Moskauer Geistliche Akademie ein, die er im Jahre 1908 abschloss. Die Ereignisse der ersten russischen Revolution gingen auch an den geistlichen Schulen der Russischen Kirche nicht vorüber. Wie an weltlichen Schulen wurden Meetings und Veranstaltungsboykotte zum Kampfmittel für diese oder jene Reform des Bildungssystems. Auch der Student Pawel Florenski zollte dem revolutionären Taumel Tribut. Im Jahr 1906 wurde er wegen der Organisation von Versammlungen, die nicht genehmigt worden waren und wegen der illegalen Herausgabe einer Broschüre mit der Bezeichnung „Klageruf des Blutes“ in Polizeigewahrsam genommen. Diese Broschüre enthielt einen Aufruf zur Abschaffung der Todesstrafe und die Verurteilung des Todesurteils gegen den Anführer des Sewastopol-Aufstandes, Leutnant Schmidt, das 1905 ausgesprochen worden war. Zwei Jahre zuvor, im Jahr 1904, lernte Pawel Florenski den Mönchsgelehrten der Einsiedelei von Optina, Archimandrit Serapion (Maschkin) kennen. Die Worte Florenskis: „Er (d.h. Archimandrit Serapion – Anm. d. A.) war ein Verehrer der großen französischen Revolution, in seiner Jugend stand er in Beziehung zu den Freimaurern, worüber es in der Folgezeit dumpfe Gerüchte gab.“ [4] Die Briefe Vater Serapions an Florenski sind erhalten. Persönlichkeit und Ansichten des Archimandriten Serapion, der 1905 verstarb, übten einen starken Eindruck auf Pawel Florenski aus. Darüber berichtete er selbst in seinem Artikel „Zur Ehre des höheren Standes. (Die Charaktereigenschaften Archimandrit Serapion Maschkins)“, der von ihm im Jahr 1906 im Sammelband „Fragen zur Religion“ veröffentlicht wurde. Im selben Sammelband wurden von Florenski „Briefe und Notizen Archimandrit Serapion Maschkins“ veröffentlicht. In einem der Briefe, der (nach altem Kalender) auf den 3. Februar 1905 datiert ist, schrieb Vater Serapion an den Studenten der Moskauer Geistlichen Akademie Pawel Florenski folgendes: „Die Wahrheit ist jetzt, falls sie nicht bewahrt worden sein sollte, wiederhergestellt worden – denn „die Tore des Hades werden sie nicht überwältigen“ – sie ist von den Altkatholiken wiederhergestellt worden. Und ich brenne im Geiste danach, mich möglichst bald ihnen und den Freimaurern anzuschließen. (Unter den Altkatholiken gibt es, denke ich, auch Freimaurer. Auf jeden Fall hindert sie nichts, Freimaurer zu sein.)
Sie schreiben, „ich möchte der Kirche dienen“. Welcher Kirche? Der Wahren, das versteht sich von selbst: Die wahre Kirche liegt im Altkatholizismus. Solange wir unserer Kirche dienen, einer falschen, müssen wir „unsere Seele für Versuchungen bereit machen““ [5].
In seiner Studienzeit an der Moskauer Geistlichen Akademie lernte Florenski einen Starez aus dem Gethsemani-Skit des hl. Sergius-Dreifaltigkeits-Klosters kennen, Priestermönch Isidor, den Florenski als geistlichen Führer wählte. Im Jahre 1908 veröffentlichte Pawel Florenski literarische Skizzen zum Leben Priestermönch Isidors unter dem Titel „Das Salz der Erde“. In diesem Werk schrieb Florenski zum Teil darüber, dass „der Gedanke von der kirchlichen Einheit, im Zusammenhang mit diesen drohenden Vorahnungen [hier sind antichristliche Bewegungen in Russland und im Ausland gemeint – Anm. d. A.] einer der sehnlichsten Gedanken des Starzen war. Einmal schrieb der Starez sogar Briefe über diese Dinge an Zar Alexander III, Gladstone und Bismark. Diese Briefe waren mit Bleistift, grammatisch fehlerhaft und selbstverständlich auf Russisch abgefasst. Der Starez schickte Gladstone und Bismark unter anderem auch einige unserer Gottesdienstbücher und ein von N. V. Gogol verfasstes Gebet zur Muttergottes. Es ist nicht bekannt, ob diese Pakete oder Briefe im Ausland angekommen sind, doch der Brief an den Herrscher erreichte den Zarenhof, worauf ein Verweis an den Skit erfolgte“ [6] (S. 593). Obwohl Vater Isidor todkrank war, „interessierte er sich weiter für die Angelegenheiten der Kirche; er sprach sich wiederholt für eine Vereinigung mit den Altkatholiken aus…“ [7]. Pawel Florenski selbst macht in der gegebenen Zeitspanne keine Aussagen über sein Verhältnis zum Altkatholizismus, und kommentiert auch nicht jenes seiner geistlichen Führer. Allerdings lässt der allgemeine Erzählstil obengenannter Schriften vermuten, dass Florenski zu dieser Zeit für die Altkatholiken gewisse Sympathien hegte.
Zweite Etappe (1916-1918). Im Laufe der Zeit änderte Pawel Florenski seine Beziehung zu den Ideen der sozialen und kirchlichen Neuordnung. Am Vorabend der bolschewistischen Revolution spürte er, wozu enthusiastische Volkstümelei und Slawophilie führen können, wenn sie zum Äußersten getrieben werden. In seinen Arbeiten „An der Seite von Chomjakow“ (1916) und „Philosophie des Kultes“ (1918-1922) unterzieht Florenski die Ansichten der Slawophilen zur staatlichen Ordnung Russlands und der kanonischen Struktur der Kirche einer scharfen Kritik. Die antilateinische Polemik der Slawophilen sei, nach Meinung Vater Pawel Florenskis, in Wirklichkeit indirekt gegen die Grundlagen der orthodoxen Glaubenslehre gerichtet. „Riskiert eine Polemik, die das Unkraut des Katholizismus ausjätet, - so Vater Pawel - nicht auch, den Weizen der Orthodoxie mit aus dem Boden auszureißen; allein schon durch ihre Ablehnung der Autorität in der Kirche, als ob es diese nicht auch in der Orthodoxie gäbe, und demzufolge zusammen mit ihr das Prinzip der Furcht, das Prinzip der Macht, und die Verbindlichkeit einer kanonischen Ordnung? Stellt in unserer Zeit, die so zu jeglicher Ablehnung von Normen und sogar zum Kampf gegen sämtliche Normen geneigt ist, die Auflösung der Kanones im Abgrund des Altruismus nicht eine echte Gefahr dar?“ [8].
Die Beziehung Vater Pawels zum Altkatholizismus veränderte sich. Er nannte ihn einen sich nur „halb haltenden Ast“ der Westkirche [9].
Dritte Etappe (20-er Jahre des 20. Jahrhunderts). Eine Reihe von Aufsätzen, die Vater Pawel in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts verfasste, sind dem Thema des ökumenischen Dialogs gewidmet. Die bolschewistische Revolution im Jahr 1917 und die anbrechende Kirchenverfolgung in Russland, Unglaube und Gottlosigkeit, die selbst die Existenz des christlichen Glaubens bedrohten, sind für Vater Pawel Beweggründe dazu geworden, sich der Frage zuzuwenden, wie die Spaltungen zwischen den Völkern der christlichen Welt überwunden werden können. Als er sah, dass seine schlimmsten Befürchtungen bezüglich der Revolution in Russland eintrafen, und dass die antichristlichen Kräfte im Land so stark waren wie nie zuvor, wurde sich Vater Pawel Florenski vollends bewusst, wie wichtig zum gegebenen Zeitpunkt der Beistand der ganzen christlichen Welt für die verfolgte Russische Kirche war. Mit dieser Überzeugung war Vater Pawel nicht allein. So wurde zum Beispiel auf dem Landeskonzil der Russischen Orthodoxen Kirche von 1917-1918 die Frage erhoben, wie sich die Russische Kirche zum ökumenischen Dialog stellt. Am 1. August 1918 stellten 33 Konzilsteilnehmer den Antrag, ein Ressort für die Vereinigung der christlichen Kirchen einzurichten. Als Motiv ihrer Bitte gaben die Verfasser des Antrags folgendes an: „Das Konzil der Russischen Orthodoxen Kirche hat sich unter Bedingungen versammelt, die für die die christliche Kirche schwierig sind und tagt zu einer Zeit, in der Unglaube und Gottlosigkeit die Existenz der christlichen Kirche bedrohen. Das Konzil trägt eine große Verantwortung vor der Geschichte, wenn es sich die Frage nach der Vereinigung der christlichen Kirchen nicht stellt und wenn es in dieser Frage nicht gerade da die entsprechende Richtung einschlägt, als der ganzen christlichen Welt enorme Gefahren vonseiten des Unglaubens und der Gottlosigkeit drohen, nicht etwa nur einer christlichen Konfession.“ [10]. Am 3. August 1918 wurde die beantragte Abteilung gegründet. Auf ihren Sitzungen wurde in erster Linie die Frage der gegenseitigen Beziehungen zwischen der Orthodoxen Kirche und den Altkatholiken, Anglikanern und der Episkopalen Kirche in Nordamerika behandelt.
Vater Pawel selbst erwähnt in seinen Arbeiten aus den zwanziger Jahren, wie „Über die Orthodoxie“ und „Christentum und Kultur“, den Altkatholizismus nicht mehr. Im Übrigen sollte man die Tatsache nicht außer Acht lassen, dass die von uns erwähnten Artikel für die Publikation in englischen religiösen Zeitschriften bestimmt waren, und dass zu dieser Zeit zwischen der Anglikanischen Kirche und einem Teil der Altkatholischen Kirchen der Utrechter Union (1889) bereits die eucharistische Gemeinschaft hergestellt worden war.
In Bezug auf die Frage nach den eigentlichen Gründen für Spaltungen und Feindseligkeiten sowohl zwischen den verschiedenen Religionen, als auch den christlichen Glaubensbekenntnissen, kam Vater Pawel Florenski zum Schluss, dass sie nicht am Fanatismus der Gläubigen liegen, sondern vielmehr in ihrer Gefühllosigkeit und der formalen Beziehung zu ihrer eigenen Religion (ihrem Glaubensbekenntnis). „Es muss ein ganz anderer Zugang zur Erkenntnis der eigenen, wie auch der fremden Religion geschaffen werden, ihre Durchdringung von Innen her“ [11]. Diese Aufgabe ist nach Meinung Vater Pawel Florenskis von großer Bedeutung, denn die „religiöse Welt ist vor allem deswegen zersplittert, weil sich die Religionen untereinander nicht kennen“ [12]. „Es bedarf der Selbstzeugnisse der einzelnen Glaubensbekenntnisse und Religionen, der Selbstdarstellung ihrer Individualität, die sie schätzen und von der sie sich nicht lossagen können, ohne sich der Grundlage für das eigene geistliche Leben zu berauben“ [13].
Zusammenfassend muss gesagt werden, dass Studium und gedankliche Verarbeitung des Erbes der russischen Religionsphilosophen, die im 20. Jahrhundert gelebt haben, zu den wichtigsten und noch nicht abschließend geleisteten Aufgaben des vaterländischen Denkens gehören. Diese Feststellung bezieht sich auch auf das Erbe von Priester Pawel Florenski.
Das russische Publikum, das sich für Theologie interessierte, hatte leider nicht immer klare Vorstellungen von den kulturgeschichtlichen Ursachen, aufgrund derer die einen oder anderen religiösen Bewegungen im Westen entstanden. Die russische Gesellschaft richtete oft ihren Blick nach Westen in der Hoffnung, dort fertige Musterlösungen für die eigenen inneren Probleme zu finden und diese zu übernehmen. Der Altkatholizismus, der in Professorenkreisen der deutschen Universitäten entstanden war, entwickelte sich gemäß seiner inneren Logik. Das Bild des Altkatholizismus, das in den Köpfen der kirchlichen Intelligenz bestand, und auf das große Hoffnungen gesetzt wurden, besaß zum Original nur äußere Ähnlichkeit.
Der Gedanke Vater Pawel Florenskis, dass die religiöse Welt zerteilt ist, da die Religionen und Konfessionen sich gegenseitig nicht kennen, bleibt bis auf den heutigen Tag aktuell.
Ungeachtet des Falls des Sowjetregimes und des Endes der Verfolgung der Gläubigen sind für die Kirche neue Gefahren entstanden; nicht nur in Russland, sondern in der ganzen Welt. Dies ist vor allem eine streitbare Säkularisation, die versucht, die Religion aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu verdrängen und der Relativismus, der behauptet, dass die traditionellen Vorstellungen von Sittlichkeit relativ und bedingt sind. Selbst innerhalb des Christentums kann man Prozesse der Liberalisierung in der Dogmatik und Sittenlehre beobachten, die eine ganze Reihe von Neueinführungen zeitigen, die für das traditionelle Christentum unannehmbar sind. In diesem Zusammenhang ergeht in letzter Zeit sowohl im Westen, als auch im Osten immer häufiger der Aufruf zur Konsolidierung der traditionellen christlichen Konfessionen, um gemeinsame moralische Werte zu verteidigen. Die Bekanntschaft mit dem Werk Vater Pawel Florenskis zeigt, dass ein Appell solcher Art nicht zum ersten Mal erschallt. Gerade deswegen ist die Beschäftigung mit dem Erbe der russischen religiösen Denker, wie desjenigen Priester Pawel Florenskis, aktuell und kann dazu beitragen, die Perspektiven des christlichen Dialogs und des gemeinsamen Zeugnisses vor der Welt besser zu verstehen.
[1] Киреев А. А. Сочинения. Ч. I, Церковно-богословския статьи. - СПб., 1912. С. 1.
[2] Die Reformen der Altkatholiken werden von da an allmählich auch viele andere Gebiete der katholischen Glaubenslehre erfassen. – S. E.
[3] Ein Zitat des Archimandriten Hilarion Troizki.
[4] Флоренский П. А. «К почести вышняго звания» (Черты характера архим. Серапиона Машкина) // Вопросы религии. Вып. 1. - М., 1906. С. 165.
[5] Письма архим. Серапиона Машкина // Вопросы религии. Вып. 1. - М., 1906. С. 178.
[6] Флоренский П. А., священник. Соль земли // Флоренский П. А., священник. Сочинения. В 4 т. Т. 1 / Сост. и общ. ред. игумена Андроника (А. С. Трубачева), П. В. Флоренского, М. С. Трубачевой. - М.: Мысль, 1994. 797, [2]. 3 л. портр. - (Филос. наследие. Т. 122). С. 593.
[7] Там же. С. 624.
[8] Флоренский П. А., священник. Около Хомякова // Флоренский П. А., священник. Сочинения. В 4 т. Т. 2 / Сост. и общ. ред. игумена Андроника (А. С. Трубачева), П. В. Флоренского, М. С. Трубачева. - М.: Мысль, 1996. 877, [2]. 1 л. порт. - (Филос. наследие. Т. 124). С. 288 - 289.
[9] Флоренский П. А., священник. Философия культа (Опыт православной антроподицеи) / Сост. игумен Андроника (А. С. Трубачева); ред. игумен Андроник (Трубачев). - М.: Мысль, 2004. - 685, [1] с., ил., схем., 1 л. портр. - (Филос. наследие. Т. 133). С. 291.
[10] Вопрос о соединении церквей на Поместном Соборе Российской Православной Церкви 1917-1918 годов // Православие и экуменизм. Документы и материалы, 1902-1998. - М.: Издат-во МФТИ, 1999. 496. - С. 65-66.
[11] Там же. - С. 540.
[12] Там же. - С. 543.
[13] Флоренский П. А., священник. Записка о православии. С. 543-544.
Yeliseyev, Sergiy, Diakon