Teenager in der Kirche
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Teenager in der Kirche
Was ist die Rolle des Selbstbewusstseins eines Teenagers im Prozess der Entwicklung seiner Religiosität? Was sind die Ursachen der Formung der morbiden Religiosität? Von welchen Prinzipien soll man sich beim Aufbau der religiösen Erziehung eines Teenagers leiten lassen? Über welche Eigenschaften soll ein Hirte von Teenagern verfügen? All diese nicht einfachen Fragen finden ihre Antworten im folgenden Auszug aus dem Buch von Vater Vasileios Thermos „Der stürmische Frühling. Wie kann man einenTeenager verstehen?“ (Ταραγμένη άνοιξη: για μια κατανόηση της εφηβείας, Δομή-Αρχονταρίκι 2008).
Die wahre Beziehung zu Gott, dieses wichtigste Streben des menschlichen Daseins, Richtschnur des irdischen Lebens und Rechtfertigung der Schöpfung, wird sich im Rückblick nicht als vorübergehendes Problem des Jugendalters erweisen, sondern als lebenslange Aufgabe. Es könnte sogar gesagt werden, dass dies das Alter ist, in dem der Mensch besonders nach dem persönlichen Sinn in diesen Beziehungen sucht.
Doch gehen die Beziehungen des Teenagers mit Gott natürlich mit seinen psychologischen Erlebnissen einher, da die Psyche immer und für Alle materielle Grundlage der Religiosität ist. Also sollten insbesondere diejenigen, denen diese schwierige, aber wunderschöne Mission des Dienstes an der Religiosität der Jugendlichen auferlegt ist (Eltern, Geistliche, Lehrer, Katechisten), sich über die Wechselwirkung von Persönlichkeit und Religiosität im Bewussten sein.
Religiosität unterliegt den Gesetzen zwischenmenschlicher Beziehungen, und die Wirkung derGnade schafft die menschliche Persönlichkeit mit allen Besonderheiten des individuellen Charakters nicht ab. Es ist verständlich, dass ein unreifes Bewusstsein auch die Wahrnehmung Gottes und die Kommunikation mit ihm beeinflussen wird, denn die Beziehungen zu Gott sind diese zwischen zwei Personen. Eine morbide Religiosität behindert die psychische Entwicklung und kann pathologisch werden. Eine puritanische Einstellung gegenüber dem Leib, die Schaffung eines pathologischen Schuldgefühls zur Steuerung des Teenagers, autoritäre Erziehung und Training der Selbstunterdrückung, Heuchelei und das pharisäerhafte Gefühl der eigenen sittlichen Überlegenheit, Beziehungen mit Gott, die auf Angst oder auf Gefeilsche aufgebaut sind, intolerante und anmaßende Einstellungen gegenüber den Nächsten, paranoide Einstellungen gegenüber Menschen „von außen“, außerhalb der religiösen Gruppe, Kultivierung der Abhängigkeit von einem idealisierten Führer und das Gefühl der Allmächtigkeit aus einer eigebildeten Einheit mit ihm – all das und vieles Andere kann einen Teenager sowohl inmitten einer religiösen Mehrheit als auch – und öfter – in destruktiven und ausbeuterischen religiösen Gruppen (Sekten) quälen.
Andererseits gibt es auch die umgekehrte Wechselwirkung: „Die Religion kann für die Persönlichkeit eine sehr effektive äußere Form sein. (…) Sie geht mit ethischen Systemen einher, die dem Selbstbewusstsein helfen, eine Skala grundlegender Werte zu bilden, das Richtige vom Unrichtigen und das Gute vom Bösen zu unterscheiden und das Verhalten des Menschen in Bezug auf andere Menschen zu bestimmen.“[1]
„Wenn der Glauben im Teenager- und Jugendalter nicht aus der kindischen Form herausreift, dann deswegen, weil er auf irgendein Hindernis stößt, einem Faktor, der die Persönlichkeitsbildung verhindert. (…) Es ist wichtig, die Entwicklung des Glaubens als Teil der Formung eines reifen Bewusstseins zu betrachten.“[2]
Ohne zu übertreiben, kann gesagt werden, dass sich im Jugendalter ideale Bedingungen zur Entstehung und möglichen Lösung der allgemeinen existentiellen Frage bilden (zu der die religiöse Problematik gehört). Die zunehmende Selbstbesinnung als selbstständige Persönlichkeit[3], das Gefühl des Tragik[4], die Entdeckung der sozialen Bedürfnisse und der Liebesfähigkeit, die Unbefangenheit der Emotionen, Stress, Anziehung, Entwicklung der Denkfähigkeit, Neugier – all das fördert das Wachstum des Interesses am geheimnisvollen Jenseitigen und Transzendentalen. Auch wenn die rebellische Haltung des Teenagers diesen anscheinend von der traditionellen Religion entfernt, verläuft in seinem Inneren eine intensive Suche nach persönlichem Sinn.
Die Entwicklung der persönlichen Religiosität ist eine lange und häufig schmerzhafte Transformation. Das Kind bekennt sich zur einen Religion, da seine Eltern sich auch zu ihr bekennen, und normalerweise hat sein Glauben dieselbe Denkqualität und -weise. Was aber die persönliche Religiosität betrifft, entwickelt sie sich nicht vor Beendigung des Teenageralters. Sie hört auf, eine Gegebenheit zu sein, entwickelt sich und gewinnt persönlichen Sinn.
Vom geistig-spirituellen Standpunkt ist die Entwicklung der Beziehungen zu Gott nicht pragmatisch sondern hat die Erlösung als Zweck. Doch für die Gesellschaft und die Erzieher ist es unmöglich, die Tatsache zu vernachlässigen, dass die Religiosität als Indiz der psychischen Entwicklung im Allgemeinen dient. Eine gesunde Religiosität und entsprechende Erziehung fördern gesündere Beziehungen, die Formung der Ideale und des Altruismus im jungen Menschen, eine schöpferische Erziehung und eine Verringerung des Egozentrismus und des Narzissmus.
In jedem Alter existieren eine morbide und eine gesunde Religiosität. Unsere Aufgabe ist es nicht, diese zu analysieren; doch solange die Persönlichkeit und auch die sittliche Verantwortlichkeit noch nicht entwickelt ist – auch wenn dem Verhalten des Teenagers bereits Sittlichkeit zu Eigen ist – bleibt diese Sittlichkeit oberflächlich, nicht verwurzelt; widersprüchlich, aber nicht wahrhaft; sie ist Quelle eines Missbehagens, aber kein schöpferisches Wirkprinzip. Solange beim Teenager keine persönlichen Beziehungen zu Gott verwurzelt sind, bleibt seine Religiosität etwas, was ihm von außen aufgebunden ist.
Hier haben wir eine Analogie und Ähnlichkeit mit Beziehungen generell, z.B. mit Liebesbeziehungen. Der Charakter der Beziehungen, die ein Teenager zu Gott hat, können mit den Beziehungen zum jeweils anderen Geschlecht verglichen werden. Dieses Bespiel verstehen Teenager wohl am besten. Dabei gibt es sowohl gesunde Beziehungen mit dem Gegengeschlecht, geprägt von Liebe und Selbstlosigkeit, als auch morbide Einstellungen, die auf Angst und Gefeilsche basieren.
Da das Selbstbewusstsein durch die sozialenBedingungen konditioniert wird, braucht die Religiosität, um aufzublühen, eine entsprechende Umgebung. Die Forschung hat gezeigt, dass die Teilnahme junger Menschen an Gottesdiensten und kirchlichen Programmen für Jugendliche weniger mit ihrer Einstellung zu Kirche und Religion verbunden sind, sondern viel mehr mit der Qualität der Beziehungen, die sie mit anderen Kirchenmitgliedern haben[5]. „Da die Selbstbesinnung nicht auf einer leeren Stelle aufgebaut werden kann, ist es für die Kirche wichtig, den persönlichen Beziehungen zwischen Teenagern mithilfe von Gruppen von Gleichaltrigen Aufmerksamkeit zu schenken. Denn wenn sie ihre Erfahrungen in Bezug auf Gott teilen, wird ihr Glauben stärker und spürbar“[6].
Das Streben nach persönlichem Sinn und Erfülltheit in den Beziehungen zu Gott wird wahrscheinlich mit einer seltsamen Erscheinung einhergehen: der Teenager löst seine ehemaligen Beziehungen zur Kirche. Der vermeintliche Protest gegen das gewöhnliche kirchliche Leben (Besuche des Gotteshauses, Teilnahme an den Mysterien, Gebet, Sonntagsschule), fehlendes Vertrauen gegenüber Eltern und Religionslehrern in Glaubensfragen, seine deutlich defensive Rationalität haben den alleinigen Zweck, ihm die notwendige psychologische Distanz zu geben, um eigene Prämissen zu formen und sich den Glauben zu eigen zu machen. Auch wenn es ihm selbst nicht bewusst ist, ist sein langfristiges Ziel, eigene lebendige Beziehungen zu Gott aufzubauen, indem er im Glauben alles Morbide und Schädliche verwirft, auf dass er anscheinend gestoßen ist. Leider besteht das Problem darin, dass Letzteres schließlich Oberhand gewinnen und ihm vom Glauben fernhalten kann.
Doch hängt der Protest nicht unbedingt mit dem Wunsch des Teenagers zusammen, auf schwierige Glaubensfragen zu verzichten. Sein Widerstand kann einfach ein natürlicher Prozess zur Erlangung der Selbstständigkeit sein. „Auch wenn der Teenager innerhalb der ‘idealen Kirche’ aufgewachsen ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er irgendeinen Grund findet, ‘aufzustehen‘… Die Enttäuschung über die Kirche kann manchmal ein notwendiger Teil des Wachstums selbst sein, insbesondere für Teenager, die in christlichen Familien erzogen wurden. Solch eine Periode der Unsicherheit und des Zweifels gilt als natürlicher Bestandteil des Teenager-Alters. Für Manche, wenn nicht für alle, ist diese Periode notwendig zur Herausbildung eines voll entwickelten, reifen, persönlichen, fest verwurzelten und festen Glaubens… Stößt der Zweifel aber auf Verurteilung, kann dies den Teenager zur Verschärfung seines Verhaltes bewegen, und seine Zweifel können permanent werden und der Protest fest“[7]. Also ist es besonders wichtig, wie Eltern und Kirchenleute sich in dieser Situation verhalten. Sie dürfen sich über solche Erscheinungen jedenfalls nicht lustig machen. Uns gefällt der Gedanke, dass unser Teenager bewusst ins Gotteshaus geht, da dies uns schmeichelt. Wenn der Teenager aber nicht protestiert, bedeutet das noch nicht, dass er über einen reifen Glauben verfügt. Möglicherweise ist er bloß immer noch stark an formalen Glauben und Sittlichkeit gebunden[8], die Entwicklung seines Selbstbewusstseins also nur verzögert.
Außerdem kommt es im Teenageralter zu einer Abschwächung der psychischen Verteidigungsmechanismen. Dadurch empfinden Teenager ständig Stress, fühlen sich schutzlos und verletzbar. Also ergreifen sie neue, manchmal „härtere“ Schutzmechanismen: Intellektualisierung, Askese, Ideologie (oft Nationalismus). Häufig sind diese gegen die Zersplitterung der Persönlichkeit gerichtet. Wenn also die Religiosität derart als Verteidigung benutzt wird, ist sie unzuverlässig und verflüchtigt sich meist. Wenn sie in dieser Weise doch bis zum Lebensende fortbesteht, wird sie zum fanatischen, aggressiven, erstarrten Glauben, der jeglicher Veränderung widersteht.
Eine Glaubenskrise bei Teenagern ist häufig Ergebnis mehrerer Faktoren. Shelton listet einige davon auf[9]:
- Druck von Gleichaltrigen: der Teenager legt Wert auf ihre Meinung und will sich nicht von den Anderen unterscheiden.
- Entfremdung von der Institution Kirche: Gottesdienste kommen Teenagern meist sinnlos und ermüdend vor; der Alltag von Teenagern wird im Gemeindeleben kaum berücksichtigt.
- Abgrenzung von den Eltern: Da die Eltern normalerweise die gleiche Positionen in Bezug auf kirchliche Einstellungen und Werte besitzen, spiegelt der Wunsch des Teenagers, sich von deren Eistellungen und Werten zu lösen, sein Bestreben, sich von der elterlichen Kontrolle zu befreien und zu verstehen, was Gott für ihn selbst bedeutet.
- Protest ist häufig ein Mittel zur Ausbildung des Selbstbewusstseins. Eventuelle negative Reaktionen der Eltern schaffen oft einen Teufelskreis und bestärken den Teenager in seiner Vorstellung, „das ist mein eigener Weg; euren brauche ich nicht“.
- Die Suche nach dem Sinn des Lebens: für neue existentielle Fragen reichen die alten Antworten nicht aus, während die Erwachsenen nicht imstande sind, das Niveau ihrer Antworten zu erhöhen. Sie antworten Teenagern genauso, wie sie den kleinen Kindern geantwortet haben. Das ist leider sehr verbreitet.
- Entlarvung des Lügens und Enttäuschung: die Inkonsequenz vieler erwachsener Christen ruft Zorn und Schwermut hervor.
- Persönliche Schwierigkeiten: emotionale Widersprüche, das Gefühl der Hilflosigkeit und Anpassungsschwierigkeiten können eine tiefere Bindung an den Glauben verhindern. Hier ist pastorale Fürsorge erforderlich, die in erster Linie zur Lösung persönlicher Probleme verhilft.
- Umgebung: die soziale und kulturelle Atmosphäre ist für wahre und konsequente Beziehungen zu Gott oftmals nicht günstig.
Die Frage ist die Mutter der Lehre. Möglicherweise ist das vielen Erwachsenen in der Zeit ihrer eigenen Jugend nicht bewusst geworden. „Zweifel sollten als Teil der
Suche nach dem Sinn und der Wahrheit angesehen werden… Es kann das Erwachsenwerden beschleunigen, anstatt es zu bremsen. Natürlich dürfen Erwachsene, die sich um die geistig-spirituelle Entwicklung von Teenagern kümmern, weder unnötige Zweifel noch Ablehnung erregen“[10].
In der religiösen Erziehung darf nicht der Zweck die Mittel heiligen. Autoritäre Erziehungsmethoden sind der beste Weg, das gewünschte Ergebnis zu verfehlen. „Unterdrückung durch die Eltern verringert die Möglichkeit selbstständigen Bewusstseins. Sie kann zu einer äußeren, aber bloß oberflächlichen Sittlichkeit führen. Teenager, deren Eltern demokratische Vorgehensweisen vorziehen, die Gemeinschaft und Kommunikation implizieren, werden eher aus eigener Entscheidung die Werte der Eltern übernehmen“[11].
Wie Fuller anmerkt, „äußert sich der Protest von Teenagern häufig in Ablehnung der religiösen Werte ihrer Eltern. Manche befriedigen ihr Bedürfnis nach Selbstbesinnung, indem sie sich einer Religion oder Sekte zuwenden, die dem Glauben ihrer Eltern völlig zuwiderläuft. Andere dagegen werden den Glauben ihrer Eltern vielleicht besonders fanatisch vertreten. Der Zweifel ist kein Feind des Glaubens, sondern manchmal der größte Alliierte, denn er hilft, den persönlichen und bewussten Glauben reifen zu lassen“[12].
Das Streben nach persönlichem Sinn erzeugt den Protest. Viele Teenager können dem Glauben ihrer Eltern nicht folgen, ohne ihr Gefühl der Selbstständigkeit zu beeinträchtigen, das sie nach persönlicher Unabhängigkeit streben lässt. Die Persönlichkeit ist reif in dem Maße, wie sie vom Teenager selbst erschaffen ist; in dem Maße, wie er sie als Eigenes fühlt. Sicherlich äußert sich Protest manchmal auch in umgekehrter Weise: Teenager bekennen sich zum Glauben, gegen die Familieneinstellungen. Meist bleiben sie aus diesem Grund ihrer Wahl aber nicht lange treu[13].
(…) Das Phänomen der Religion schließt in der ganzen Welt, so auch bei uns, in sich auch verschiedene zerstörerische Kulte (Sekten) ein, in denen die Persönlichkeit entfremdet wird oder als störend empfunden wird. Grundlage dieser Verirrungen ist häufig das Streben nach Unabhängigkeit, das tragische Ergebnis jedoch das Gegenteil. Aber auch in der Kirche gibt es die Verwandlung eines Geistlichen zum Götzen, wodurch Menschen dessen willenlose Anhänger werden können. Manchmal geschieht dies nicht wegen der psychologischen Trennung von der Familie, sondern als äußerste Form der Manifestation eines gebundenen und unentwickelten Selbstbewusstseins. Dabei werden die Eltern einfach durch andere Autoritäten ersetzt.
Wir glauben, dass es für uns alle notwendig ist, zu verstehen, was Teenager erleben, und die uns auferlegte Verantwortung anzunehmen, damit die Belehrung von Teenagern über das Mysterium des Heiles und die Liebe Gottes fruchtbringend wird. Der selbstkritische Blick von Geistlichen und Eltern auf Glauben, Erneuerung des Gottesdienstes, freie Erziehung, körperliche Liebe und Persönlichkeit werden zu einer effektiveren geistig-spirituellen Leitung in Bezug auf Teenager führen.
Aber das wichtigste, etwas prinzipielles, das noch immer auf seine Verkörperung wartet, ist die Errichtung der Kirche als Leib Christi und die Verdeutlichung ihres gemeinschaftlichen Charakters. Auch wenn die Theologie nicht ausreicht, um Teenager zu überzeugen, wird unsere persönliche Sorge um ihre geistig-spirituelle Entwicklung wahrscheinlich Früchte tragen. „Die Teilnahme am Leben der Kirche ist etwas, was größer ist, als irgendein einzelner Fakt im Leben des Teenagers. Es ist eine deutliche Manifestation der Zugehörigkeit zur religiösen Gemeinde. Die meisten Menschen, die am kirchlichen Leben regelmäßig teilnehmen, spüren diese Zugehörigkeit – sie sehen, dass man sie kennt, und dass sie fehlen, wenn sie abwesend sind. Viele finden in der Kirche ihre besten Freunde und genießen das Gefühl der Familie während des gemeinsamen Gottesdienstes“[14].
Die pastorale Fürsorge für Teenager müssen nicht nur Hirten und Geistliche leisten, sondern auch all diejenigen, die mit ihnen im Namen des Herrn und des Glaubens in Kontakt stehen, also Eltern, Verwandte, Katechisten und Religionslehrer. Genauer gesagt, ist jede Äußerung dieser Menschen Ausdruck einer bestimmten pastoralen Position, ob wir das wollen oder nicht. Diese Fürsorge um die geistig-spirituelle Entwicklung kann sowohl heilsam als auch zerstörerisch sein.
Unsere pastorale Position in Bezug auf den Teenager hat bestimmende Bedeutung für seinen Glauben aus dem Grund, dass sie zwangsläufig die Einstellung Gottes ihm gegenüber widerspiegelt. Auch wenn ein Teenager seinen Verstand mobilisiert, um Gott von den Menschen, die über IHN sprechen, zu unterscheiden, verkörpert sich Gott ihm auf der unterbewussten Ebene durch alle, die für IHN „werben“ und Teenagern vorschlagen, IHM zu folgen.
Generell wird die Vorstellung über Gott von jeder menschlichen Erfahrung beeinflusst. In einer großen Studie, die an amerikanischen Teenagern durchgeführt wurde, wurde gefragt, ob sie spüren würden, dass Gott eine Persönlichkeit sei, und dass ER sich um sie kümmere. Es ist charakteristisch, dass 70-75% der Teenager, die angaben, über zehn Freunde zu haben, diese Frage mit „ja“ beantworteten, aber nur 40-45% von denen, die angeblich keine Freunde hatten[15]. Offensichtlich hatten Letztere das Gefühl, dass Gott sie nicht verstehe und sich nicht um sie kümmere, sonst hätten sie keine Einsamkeit verspürt. Dasselbe geschieht, wenn sie spüren, dass wir, die Erwachsenen, sie nicht verstehen.
Die Formen des kirchlichen Lebens haben die Tendenz (in Griechenland mehr als in anderen Ländern), unverändert so weiter zu bestehen, wie die vorhergehenden Generationen sie geformt haben. Es wird als selbstverständlich angesehen, dass ein Teenager, der an Gott glaubt und sich der Kirche anvertraut, auch die Formen, die seine Vorgänger als Erbe hinterließen, automatisch akzeptieren müsse. Für Teenager könnte dies aber „Treue zu den Werten von Anderen bedeuten, Orientierung an Anderen und Verlust der Individualität… Sicherlich ist die Trennung von der Tradition für ihre Weitergabe gefährlich und bedroht das Überleben der Gemeinde selbst. Völlig neue Symbole, die mit der Gemeinde nicht verbunden und ihren Werten fremd sind, tragen in sich die Gefahr der Zerstörung der Gemeinde. Das sind komplizierte Dinge, bei denen das Gleichgewicht gehalten werden muss. Es sollte keine volle Freiheit gegeben werden, um das Rad neu zu entdecken, sondern man muss erst alte Räder anschauen, und erst dann es Eigenes entwickeln.“[16]
Die Wahrscheinlichkeit, dass Teenager sich in eigenen Initiativen verlaufen und im Erlebnis des Neuen, das sie in die Kirche beitragen, vom Weg abweichen, erhöht sich durch Inkonsequenz im religiösen Leben der Erwachsenen. In einem solchen Fall fühlt sich der Teenager erdrückt und wartet, wie er sich von ihnen befreien kann, um seinen Glauben so zu formen, damit er ihn nicht als etwas Fremdes wie den Glauben der Erwachsenen verspürt. „Teenager verstehen schnell, wenn die Worte, mit denen wir die alten Gewohnheiten und Praktiken im Kern unseres Glaubens bewahren, nur traditionell sind. Häufig transportieren sie nur im geringen Maß theologische Wahrheiten… Teenager sehen die Inkonsequenz von Erwachsenen, so wie auch ihre eigene. Je persönlicher ihr Glauben wird, desto mehr fürchten sie die Heuchelei“[17].
Die Notwendigkeit, dass die moderne Jugend selbstbewusst sein und dafür kämpfen muss, überrumpelt die Kirche, die nicht gewöhnt ist, die Persönlichkeit vom Glauben zu trennen. Im Gegenteil war es im Laufe von mehreren Jahrhunderten eben der Glaube (insbesondere der gemeinsame Glaube einer dörflichen oder einer kleinen städtischen Gemeinde), der das Selbstbewusstsein bestimmte. Ergebnis dessen war die Tatsache, dass er unreflektiert angenommen wurde, um als ein Mechanismus der Integration [in die Gesellschaft] zu funktionieren.
Diese Erscheinung existiert nach wie vor, wird wahrscheinlich noch lange existieren und formalistische und magische Religiositäten hervorbringen. In der jungen Generation ist aber bereits das Bedürfnis gereift, Glauben und kirchliches Leben mit der vollwertigen Entwicklung des Selbstbewusstseins einhergehen zu lassen. Daraus ergibt sich meiner Ansicht nach, dass der existierende Mechanismus der Weitergabe des Glaubens (durch Geistliche, Eltern, Katechisten) auf solche Änderung völlig unvorbereitet ist und seine ganze Philosophie revidiert und umgedacht werden muss. Die Zukunft gehört einer neuen Vorgehensweise, die über die Reifung der Persönlichkeit in der Pubertät und die Gefahr ihrer Verwesung in den nachfolgenden Jahren nicht hinwegsieht.
Eine derartige aktive Revision wird auch die Theologie betreffen. Die Vertiefung in die Wahrheiten des Glaubens und neue Erklärungen in den modernen Denkbegriffen wird für die Kirche die künftige Hauptaufgabe sein. Auf jede Herausforderung seitens der jungen Menschen muss unsererseits, seitens der Erwachsenen, die Vertiefung in die Theologie als Antwort erfolgen.
„Der christliche Dienst an der Jugend muss die Vertiefung der Theologie sein. Der Akzent muss nicht auf der Lösung von Problemen des Teenagers liegen, sondern darauf, ihm zu helfen, Wissen über die Möglichkeiten zu erlangen, die in der Beziehung zu Jesus Christus gefunden werden können. Wir müssen den jungen Leuten beibringen, dass der Herr sie liebt, dass sie wichtig sind, dass ihr Weg offen ist, und dass sie wachsen können“[18].
Was wäre der Sinn des Glaubens, wenn er nicht zu persönlichen Beziehungen gedeiht? „Besonders wichtig ist, dass jeder Teenager Jesus als seinen Freund empfindet, und diese Beziehung kann sich nur im Jugendalter entwickeln… Freundschaft – das ist, jemand anderen in sein Leben einzuladen. Die jugendlichen Beziehungen zu Jesus sind die Einladung zur Vertiefung der Beziehungen“[19]. Um die persönliche Beziehung zu kultivieren, muss vorher innerhalb der Seele der Übertragenden eine Arbeit geleistet werden.
(…) Also, wie lebt ein Teenager mit dem Bewusstsein der Sünde? Das ist eine delikate Frage. „H Häufig fühlt der Teenager sich für ein Vergehen sehr schuldig und ist sich dabei seiner anderen Seiten nicht bewusst, die ihn auf dem Weg zur Demut behindern. Gerade weil das Fehlen einer ganzheitlichen Vorstellung von sich selbst eine sehr häufige Erscheinung ist, haben viele Teenager Angst vor dem Gefühl der persönlichen Sündhaftigkeit und ziehen es vor, sich als allmächtig anzusehen und die Bedeutung der Sünde herabzumindern. Da die Selbsteinschätzungsfähigkeit in der Jugend schwach ist, vermischen sie häufig das, was sie begangen haben, damit, wie sie sind (nicht ‚ich habe etwas Schlechtes getan‘, sondern ‚ich bin schlecht‘). Manchmal bedeutet für sie die Sünde die Entfremdung von Gott und von Anderen, und das ist besonders schmerzvoll“[20].
Der Autor dieses Buches glaubt, dass die Worte über die Sünde, mit denen wir Teenager ansprechen, mit Mitleid, Liebe und Feingefühl einhergehen müssen. Wenn wir die Tatsache der Sünde selbst aus dem Wunsch heraus, die Schuldigen damit nicht zu belasten, bagatellisieren, nehmen wir ihnen die Chance, die Vergebung, die von Christus ausgeht, zu genießen[21]. Sie werden das Schuldgefühl überwinden können, wenn wir ihnen helfen, sich auf die Zukunft zu konzentrieren, darauf, wie gut sie fürderhin Andere behandeln werden und darauf, dass das Wissen, das sie über sich selbst erhalten haben, ihnen in der Zukunft erlaubt, sich verantwortungsbewusster zu verhalten[22].
Über welche Eigenschaften sollten also die für Teenager tauglichen Hirten verfügen? Vielleicht eine besondere Ausbildung (sicherlich sinnvoll und notwendig)? „Es müssen Menschen sein, die sich gefunden haben und bereit sind, sich Anderen mitzuteilen. Es ist wichtig, wie sie sind und woran sie glauben; es ist wichtig, dass sie einfühlsam und offen gegenüber anderen Menschen sind. Es müssen Menschen sein, die fähig sind, ‚in die Haut des Anderen zu schlüpfen‘ und ebenso leicht in die eigene zurückzukehren“[23].
„Häufig neigen wir bei der geistig-spirituellen Fürsorge an zu allzu komplizierten Lösungen. Wie Erwachsene müssen wir ihnen Rat geben; wir haben Antworten und feste Überzeugungen, die auf schweren Lebenserfahrungen begründet sind. Im Namen der Liebe versuchen wir, mit Anderen über ihre Fehler zu sprechen und ihnen etwas zur Besserung mitzugeben. Häufig ist es uns vor allem wichtig, einem anderen Menschen etwas zu sagen. Oder wir antworten ihm, ohne ihn zu verstehen. Ratschläge helfen dem Menschen nur dann, erwachsen zu werden, wenn sie mit Respekt vor seiner Freiheit gegeben werden. In manchen Gotteshäusern werden Listen von Filmen zusammengefasst, die ‚erlaubt’ sind. Teenager lachen wahrscheinlich über diese Art der Zensur. Manche Kirchen bemühen sich in bester Absicht, die intellektuellen Interessen von Teenagern einzuschränken, indem sie eher Verbote verhängen als Vorbilder anzubieten“[24].
„In der Regel fragen Eltern nicht, wie sie selbst Gott sehen, bis ihre jugendlichen Kinder ihnen die Frage stellen: ‚Warum soll ich an Gott glauben?‘ oder ‚Wer ist Gott?‘ oder ‚Warum lässt Gott das Böse zu?‘. Auf unterschiedliche Weisen werden Kinder zu Katalysatoren der Reife von Erwachsenen im Fragen des Glaubens“[25]. „Eltern, Katechisten und Geistliche sollten sich fragen: ‘Welche Veränderung trug Gott in mein Leben?’. Danach kann er seine Antwort mit dem Teenager teilen[26]. ‚Der Zweifel eines Teenagers kann der Prüfung der Stärke der Ansichten und der Gewohnheiten der Familie dienen. Zum Beispiel zwingt der Teenager, der sich weigert, sonntags in die Kirche zu gehen, seine Eltern dazu, die Frage zu beantworten, warum sie selbst in die Kirche gehen[27]. Ein Student hat geschrieben: ‘Jeden Morgen sah ich, wie mein Vater die Bibel nahm und in sein Arbeitszimmer ging, um allein zu beten. Ich fühlte, dass, wenn es für ihn, einen Erwachsenen, wichtig ist, bedeutet das, dass es für mich auch so sein sollte’”[28].
„In einer Familie, die sich ernsthaft um die sittliche Erziehung kümmert, werden Regeln nicht einfach gegeben, sondern erklärt. Anderenfalls beginnt der Teenager irgendwann die Regeln in Frage zu stellen. Es ist notwendig, den Unterschied zwischen Autorität und Autoritarismus zu verstehen. Für Ersteres sind Entschiedenheit, Gerechtigkeit und Erklärungsbereitschaft charakteristisch. Letzteres ist dagegen meist auf starre Regeln konzentriert; die Regeln sind alles. Teenager werden Ersteres respektieren und sich Letzterem widersetzen. Solange sie wachsen, ist es für sie notwendig, dass wir sie respektieren. Ihre noch junge Denkfähigkeit und die wachsende Besinnung auf sich selbst als Mitglieder der Gesellschaft sowie die Notwendigkeit, in ihr eine gewisse Rolle einzunehmen, verlangt von den Eltern, ihre Meinung zur Kenntnis zu nehmen und mit ihnen zu erörtern, wozu diese oder jene persönliche Einschränkung notwendig ist“[29].
„In solchen Familien erwartet niemand von den Anderen, perfekt zu sein. Wenn keine Bereitschaft zum Verzeihen da ist, werden unrealistische Erwartungen und Minderwertigkeitsgefühle chronisch. Der Erwachsene, der seine Fehler anerkennt, fördert damit die sittliche Entwicklung seines Kindes“[30].
Der Autor des Buches widmet besondere Aufmerksamkeit dem, was für alle offensichtlich sein sollte: nicht nur durch Verbote wird die Familie sittlich, sondern vor allem durch die Verstärkung positiver Werte[31]. Eine autoritäre Familie vermittelt dagegen eine falsche Vorstellung von Gott.
Dasselbe betrifft auch die Kirche. „Solange die Kirche ‘gesetzgeberisch’ bleibt, also an die formale Seite des Glaubens gebunden, wird dies die geistig-spirituelle und die psychologische Entwicklung ihrer Mitglieder behindern und ihnen die Möglichkeit nehmen, ‚die Fülle Christi’ zu erleben. Die Abwendung von der Kirche ist bei Teenagern manchmal auch damit verbunden, wie die Kirche auf dieses Stadium der Entwicklung des Menschen reagiert. Es gibt auch das Gegenteil: dass ein Teenager gegen seine gleichgültigen oder ungläubigen Eltern aufbegehrt und sich zur Kirche bekehrt. Es wäre unvernünftig und unehrlich, solche Bekehrungen nur positiv zu betrachten, und die Ablösung des Teenagers von der Kirche immer negativ. Es ist notwendig, beide Erscheinungen vorsichtig zu betrachten, um richtig zu verstehen, wo hier die gesunde und wo die morbide Religiosität ist“[32].
Teenager stellen die Kirche vor die Notwendigkeit, ihnen das zu geben, was jedes ihr Mitglied haben muss, nämlich eine persönliche Einstellung gegenüber dem Glauben. Wenn sie aber lediglich als Zahnrad eines großen Mechanismus erscheint, der einen Selbstzweck darstellt, dann gehtdie richtige Vorstellung über die Kirche verloren, und sie ist nicht fähig, dem Menschen bei der Entwicklung seiner Persönlichkeit zu helfen. „Eine der wichtigsten Aufgaben der Kirche ist es, die Entwicklung des persönlichen Glaubens zu fördern. Das ist besonders notwendig für diejenigen, die die in der ersten Hälfte ihrer Jugend sind. Die religiöse Erfahrung muss jetztSinn ergeben. Es ist unrealistisch, als Motivation zum religiösen Leben von Teenagern zukünftigen Trost anzusetzen, da sie vor allem dem Neuen leben. Wollen wir also, dass die Erfahrung Gottes für Teenager einen persönlichen Sinn erhält, müssen wir die Reifung und die Entwicklung der Persönlichkeit fördern. Wenn die Religion keinen Einfluss auf die Gegenwart nimmt, kann sie auch die Zukunft nicht beeinflussen“[33].
Den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung spiegelt bildhaft ein Satz im Gleichnis vom verlorenen Sohn: „ Als er aber zu sich selbst kam“. Der Vater ließ ihn gehen, und als er zurückkam, verurteilte er ihn nicht. Ob der Teenager letztendlich zurückkommt, hängt weitgehend von der Reaktion der Kirche auf die für ihn notwendige Suche nach dem Sinn ab. Möglicherweise vermindert die Unfähigkeit der Kirche, den Formalismus im Glauben zu überwinden und auf das pubertätsbedingte Entwicklungsbedürfnis zu reagieren, die Chancen auf die Rückkehr des Teenagers[34]. Möglicherweise hat der Glaube des größten Teils der Kirchenmitglieder ein kindliches Niveau nie überschritten, so dass sie nicht in der Lage sind, die Probleme zu verstehen, die Teenager erleben, wenn sie ihren Glauben suchen.
Beziehungen zu Teenagern sind eine existentielle Erfahrung, und deshalb werden sie nicht von allen gemeistert. Sie stören das innere Gleichgewicht, sind aber gleichzeitig eine Segnung und eine Gabe. Sie führen uns zu den Strömen des wahren Lebens, auch wenn uns unsere Kräfte schon vergessen oder geschwächt erscheinen. „Häufig frage ich Eltern: ‚Was haben Sie von Ihren [jugendlichen] Kindern diese Woche gelernt?’ oder ‘Was haben Sie über sich selbst erfahren im häuslichen Zusammenleben mit einem Teenager?’. Solche Fragen zwingen dazu, in sich selbst aufmerksam hineinzuschauen“[36].
Das Wichtigste ist, dass die Teenager auf unsere eigene Theologie positiv einwirken und uns zur Verantwortung für unsere Kirche gemahnen. „Es scheint, dass Erwachsene heute das Teenager-Alter oft wie einen Flughafenbus betrachten. Man wird von einem Gebäude namens ‚Kindheit’ abgeholt, um in ein anderes, das ‚Leben als Erwachsene’, gebracht zu werden. Diese Sicht auf das Teenager-Alter als etwas Vorübergehendes bringt nichts. Das Jugendalter ist nicht nur die Vorbereitung auf das Leben als Erwachsener, sondern sein Beginn. Es verdient Respekt, nicht nur Nachsicht“[37].
Denn die Teenager sind getauft und konfirmiert, und aus pastoraler Sicht kommen wir zu dem Schluss, dass sie als zukünftiger Erwachsener nicht im „Tiefkühlfach“ aufbewahrt, sondern als aktive und gleichberechtigte Mitglieder der Kirche und potentielle Angehörige des Reiches Gottes behandelt werden sollten. In der Praxis bedeutet das, ihre Meinungen nicht nur zu berücksichtigen, sondern als durchaus erwünscht zu betrachten – damit sie die Kirche als ihr sie willkommenheißendes Haus empfinden.
[1] Roy Baumeister: Identity: cultural change and the struggle for self. Oxford University Press, 1986, S. 248.
[2] Cathryn Hill: A developmental perspective on adolescent “rebellion” in the Church. Journal of Psychology and Theology, 1986, v. 24, n. 4, S. 306-318.
[3] V. Bailey Gillespie: The experience of faith. Religious Education Press, 1988, S. 126.
[4] Peter Blos: On adolescence a psychoanalytic interpretation. The Free Press, New York, 1962, S. 195.
[5] Cathryn Hill, a.a.O., S. 306-318.
[6] V. Bailey Gillespie, a.a.O., S. 141.
[7] Cathryn Hill, a.a.O., S. 306-318.
[8] S.o.
[9] Charles Shelton: Adolescent spirituality: pastoral ministry for high school and college youth. Loyola University Press, 1983, S. 143-146.
[10] S.o., S. 146f.
[11] Patricia Noller: Relationships with parents in adolescence: process and outcome. “Personal relationships during adolescence”, Raymond Montemayor, Gerald Adams, Thomas Gullotta (eds.), Sage publ., 1994, S. 37-77.
[12] Robert Fuller: Religion and the life cycle. Fortress press, Philadelphia, 1988, S. 40.
[13] S.oben. Wir müssen also verstehen, wie kurzsichtig und unfruchtbar das Verhalten vieler Eltern, Katechisten, Geistlicher und all derjenigen ist, die sich ausschließlich auf den Inhalt des Glaubens konzentrieren und Teenagern bei der Ausbildung ihrer Persönlichkeit gar nicht helfen.
[14] Merton Strommen: Five cries of youth. Harper, San Francisco, 2nd revised ed., 1993, S. 127.
[15] Merton Strommen, a.a.O., S. 28.
[16] V. Bailey Gillespie, a.a.O., S. 137.
[17] S.o.
[18] Merton Strommen, a.a.O., S. 37.
[19] Charles Shelton: Adolescent…, a.a.O., S. 125f.
[20] Charles Shelton: Morality and the adolescent: a pastoral psychology approach. Crossroad, 1989, S. 5.
[21] S. o., S. 6.
[22] S.o., S. 89.
[23] Merton Strommen, a.a.O., S. 38.
[24] V. Bailey Gillespie, a.a.O., S. 130f.
[25] Charles Shelton, Adolescent…, a.a.O., S. 147.
[26] S. o., S. 155.
[27] Charles Shelton, a.a.O., S. 49.
[28] Merton Strommen, A. Irene Strommen: Five cries of parents. Harper, San Francisco, 1993, S. 129.
[29] Charles Shelton: Morality…, a.a.O., S. 46.
[30] S.o., S. 48.
[31] S.o., S. 51f.
[32] Cathryn Hill, a.a.O., S. 306-318.
[33] V. Bailey Gillespie, a.a.O., S. 128-129, 158.
[34] Cathryn Hill, a.a.O., S. 306-318.
[35] Charles Shelton: Adolescent…, a.a.O., S. 253.
[36] Charles Shelton: Morality…, a.a.O., S. 51.
[37] Philip Graham: The end of adolescence. Oxford University Press, 2004,
Thermos, Vasileios, Erzpriester